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Pharmacode Barcode erstellen – Der Spezialbarcode der Pharmaindustrie

Was ist ein Pharmacode?

Der Pharmacode (auch Pharmaceutical Binary Code) ist ein spezieller Barcode, der von der Schweizer Firma Laetus in den 1970er Jahren für die Qualitätskontrolle in der pharmazeutischen Verpackungsindustrie entwickelt wurde. Im Gegensatz zu EAN- oder Code-128-Barcodes dient der Pharmacode nicht dem Handel, sondern ausschliesslich der Verpackungskontrolle auf der Produktionslinie.

Der Pharmacode kodiert eine einzige Ganzzahl (3 bis 131.070) in einem binaeren System aus schmalen und breiten Strichen. Ein schmaler Strich steht für den Wert 1, ein breiter Strich für den Wert 2. Die Striche werden von rechts nach links gelesen, wobei jede Position den Wert der vorherigen verdoppelt. Dieses System ist absichtlich einfach gehalten – es soll auf der Verpackungslinie zuverlässig funktionieren, auch bei hohen Geschwindigkeiten und schwierigen Druckbedingungen.

Ein entscheidendes Sicherheitsmerkmal: Der Pharmacode hat keine „Null“ und keinen leeren Code. Wenn der Scanner keinen Barcode liest, ist das ein Fehler – es kann nie versehentlich ein gültiger Wert „0“ entstehen. Das schuetzt gegen Fehlverpackungen, bei denen ein falsches Medikament in die falsche Schachtel gelangt.

Technische Spezifikationen

Eigenschaft Details
Typ 1D-Barcode (binaer)
Zeichensatz Nur Ganzzahlen (3–131.070)
Kodierung Binaer: schmaler Strich = 1, breiter Strich = 2 (positionsgewichtet)
Anzahl Striche Mindestens 2, maximal 16
Prüfziffer Keine (Fehlerkennung durch das binaere System selbst)
Varianten One-Track (Standard) und Two-Track (erweitert, bis 64.570.080)
Leserichtung Bidirektional (in beide Richtungen lesbar)

Die binaere Kodierung funktioniert so: Der Wert 7 ergibt sich z. B. aus drei Strichen: breit (2×4=8) fehlt, schmal (1×2=2) fehlt, breit (2×2=4) + schmal (1×1=1) + breit (2×1=2) ... Korrekter: Die Striche werden von rechts nach links gelesen. Strich ganz rechts hat Gewicht 1 (schmal) oder 2 (breit). Der naechste Strich hat Gewicht 2 (schmal) oder 4 (breit). Und so weiter, jeweils verdoppelt.

Anwendungsbereiche

  • Pharma-Verpackungslinien: Kontrolle, dass das richtige Medikament in die richtige Schachtel, den richtigen Blister oder die richtige Flasche verpackt wird.
  • Beipackzettel-Zuordnung: Sicherstellung, dass der korrekte Beipackzettel zum jeweiligen Medikament gehört.
  • Farbkodierung: Pharmacodes können auch in verschiedenen Farben gedruckt werden, um zusaetzliche Produktinformationen zu kodieren (z. B. Wirkstaerke).
  • Nicht für den Handel: Der Pharmacode ist kein POS-Code. Für die Apothekenabrechnung wird in Deutschland die PZN (Pharmazentralnummer) verwendet.

Pharmacode erstellen

  1. 1. Wählen Sie im Generator „Pharmacode“ aus der Kategorie „Pharma & Gesundheit“.
  2. 2. Geben Sie eine Ganzzahl zwischen 3 und 131.070 ein.
  3. 3. Der Generator erzeugt den binaeren Strichcode automatisch.
  4. 4. Laden Sie den Barcode als PNG oder SVG herunter.

Hinweis: Der Pharmacode ist ein proprietaerer Standard der Firma Laetus. Für den produktiven Einsatz auf Verpackungslinien sollte die Kompatibilitaet mit den eingesetzten Laetus-Scannern vorab verifiziert werden.

Pharmacode vs. PZN – Zwei verschiedene Welten

Obwohl beide in der Pharmaindustrie verwendet werden, haben Pharmacode und PZN (Pharmazentralnummer) voellig unterschiedliche Aufgaben. Der Pharmacode ist ein internes Kontrollsystem für die Verpackungslinie – er stellt sicher, dass die richtige Verpackung, der richtige Beipackzettel und das richtige Etikett zusammenkommen.

Die PZN hingegen ist die Handels- und Abrechnungsnummer für die Apotheke. Sie identifiziert ein Medikament eindeutig für die Bestellung, Lagerung und Abrechnung mit den Krankenkassen. Auf einer Medikamentenverpackung finden Sie daher oft beide Codes: den Pharmacode für die Produktionskontrolle und die PZN für den Handel.

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