Codabar Barcode erstellen – Der bewaehrte Code für Blutbanken und Bibliotheken
Was ist ein Codabar Barcode?
Codabar (auch bekannt als Code 2 of 7, Codeabar, Ames Code, NW-7 oder Monarch) ist einer der aeltesten kommerziellen Barcodes. Er wurde 1972 von Pitney Bowes entwickelt und war einer der ersten Barcodes, die mit handelsuelichen Nadeldruckern und Tintenstrahldruckern zuverlaeig gedruckt werden konnten.
Codabar kodiert Ziffern (0–9) und sechs Sonderzeichen (- $ : / . +). Jedes Zeichen besteht aus 7 Elementen (4 Striche und 3 Luecken), von denen 2 oder 3 breit sind. Er verwendet vier verschiedene Start-/Stoppzeichen (A, B, C, D), die zusaetzliche Routing-Informationen kodieren können.
Obwohl Codabar technisch veraltet ist und in neuen Anwendungen durch Code 128 oder Code 39 ersetzt wird, ist er in einigen Nischenbereichen nach wie vor fest verankert – insbesondere in Blutbanken (ISBT 128 hat ihn inzwischen weitgehend abgeloest), Bibliotheken und bei einigen Paketdiensten (FedEx verwendet historisch Codabar für bestimmte Etiketten).
Technische Spezifikationen
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Typ | 1D-Barcode (linear, variable Laenge) |
| Zeichensatz | 0–9, - $ : / . + und Start/Stopp-Zeichen A, B, C, D |
| Maximale Laenge | Keine feste Grenze (praktisch durch Scannerbreite begrenzt) |
| Prüfziffer | Optional (Modulo 16 oder Modulo 10) |
| Symbolbreite | 7 Elemente pro Zeichen (4 Striche + 3 Luecken) + Inter-Character-Gap |
| Start-/Stoppzeichen | A, B, C oder D (können an Start und Stopp unterschiedlich sein) |
| Self-Checking | Ja (ein einzelner Druckfehler fuehrt zu Nichtlesung, nicht zu Fehllesung) |
| Norm | ANSI/AIM BC3-1995 (kein ISO-Standard) |
Die vier Start-/Stoppzeichen A, B, C, D dienen als Clipping-System: In Bibliotheken koennte z. B. „A“ für Bibliotheksausweise und „B“ für Medien verwendet werden. Der Scanner erkennt am Start-/Stoppzeichen den Typ des gescannten Objekts, noch bevor die Datenziffern dekodiert werden.
Anwendungsbereiche
- • Blutbanken: Codabar war jahrzehntelang der Standard für die Kennzeichnung von Blutkonserven und Blutprodukten. Die AABB (American Association of Blood Banks) hat ihn historisch vorgeschrieben, inzwischen wird ISBT 128 bevorzugt.
- • Bibliotheken: Viele Bibliotheken weltweit verwenden Codabar-Barcodes auf Bibliotheksausweisen und Medien. Die Start-/Stoppzeichen unterscheiden zwischen Ausweis (A...A) und Medium (B...B).
- • FedEx (historisch): FedEx hat Codabar für Airbill-Nummern und Pakettracking verwendet. Neuere Systeme basieren auf Code 128.
- • Fotofinishing: In der analogen Fotoentwicklung wurden Codabar-Codes auf Fototaschen gedruckt, um Auftraege zuzuordnen.
Codabar Barcode erstellen
- 1. Wählen Sie im Generator „Codabar“ aus.
- 2. Geben Sie Ihre Daten ein (Ziffern und zulaessige Sonderzeichen).
- 3. Wählen Sie die gewünschten Start-/Stoppzeichen (A, B, C oder D).
- 4. Laden Sie den fertigen Barcode als PNG oder SVG herunter.
Codabar benötigt keine externe Registrierung. Die Nummernvergabe erfolgt intern durch die Organisation, die den Barcode einsetzt. Für neue Projekte empfehlen wir allerdings, statt Codabar den moderneren Code 128 zu verwenden.
Codabar vs. Code 39 – Aehnlich, aber unterschiedlich
Codabar und Code 39 sind beide aeltere, self-checking 1D-Barcodes. Der Hauptunterschied: Code 39 unterstützt Grossbuchstaben (A–Z), Codabar nicht. Codabar hat dafür vier verschiedene Start-/Stoppzeichen, die als Routing-Information genutzt werden können – ein Feature, das Code 39 nicht bietet.
In der Praxis wird Codabar fast nur noch in Bestandssystemen verwendet, die seit Jahrzehnten darauf basieren. Für alle neuen Anwendungen ist Code 128 die bessere Wahl: kompakter, vielseitiger und mit obligatorischer Prüfziffer sicherer.
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